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“Lööde, mir sin hiör beim Fuuußboll und ned beim cöempping!”

Recht hat er, der garantiert linksoffene Ordner (” So völe Zöckn öffn Haufn…bäh”), als er diese Sätze uns beim Betreten des Areals dieses architektonischen Meisterwerks entgegenschleuderte, welches sich perfekt in das weitere Stadtbild dieser wunderschönen Metropole Magdeburg, in welcher nur der Dom und das “Hundertwasserhaus” (8,50 Euro der Quadratmeter….da kriegste in Potsdam `ne Garage in schlechter Lage) negativ herausstechen, einreiht. Wer Ironie findet, darf sie behalten. Zum Reihern war auch der Angst(h)(r)asenfußball unserer Mannschaft in der ersten Hälfte-> Da werden alle(!) Freistöße flach 15 Meter zurückgepasst und es wird keinerlei gefährliche Aktion nach vorne kreiert. Ich weiß, dass unsere Schwäche in der Offensive liegt, aber dass die Bördebonzen hinten total anfällig waren, sah man spätestens in den letzten Minuten, als Abwehrspieler Mihm als lebende Kanonenkugel für Angst und Schrecken sorgte. Zuvor wurde ein berechtigter Elfer gehalten, ein weiterer berechtigter verweigert und seitens Magdeboog die Latte getroffen. Viel mehr war auch nicht, der mögliche (dennoch unverdiente) Punkt wurde in den Schlusssekunden verdaddelt.

Stimmungsmäßig (knapp 200 Gäste) war es unsererseits ok, gemessen an der wenig aufputschenden Spielweise des Teams sogar gut, die Gegenseite habe ich bei 5 Besuchen jedesmal besser empfunden als gestern.

So, auf nach Bautzen und ma`richtisch auf`n Senf hau`n!

FLUTLICHT UND 3 PUNKTE

Beim ersten Auswärtspiel gegen Nordhausen war die Luft bei mir noch von der letzten Saison und vor allem vom letzen Auswärtspiel in Meuselwitz komplett raus,

das erste Heimspiel gegen BAK Kränkeleien,  erste Pokalrunde bei Phönix Wildau  – da kam die Fußball- bzw 03sucht wieder komplett zum Vorschein und nun stehe ich auch

endlich wieder im Karli  in meiner geliebten Nordkuve .

Nach einem tollen Abend im Schokoladen beim warm-up Konzert organisiert von Rash BB gehst weiter mit 03-Fußball.

Sonnenschein satt und ganz schön viele 03nuller_innen am Treffpunkt – so lassen sich  die Leiden, die uns die Bahn zufügt, leichter ertragen.

In Babelsberg angekommen erwarten uns schon die Babelsbergern 03er_innen und los geht’s gemeinsam die Karl-Liebknecht-Straße runter,rauf,entlang.

Nach emsigen Gewusel vorm Fanladen ab ins Stadion, hier und dort und da Pläuschchen abhalten, was gibt’s so Neues im Merch  ?

Unseren Stadionheftlverkäufer suchen – der stand nämlich nicht da,  von wo aus er uns sonst immer so fröhlich begrüßt, noch den UltraUnfug in die Tasche

gesteckt und nun schnell  das Banner an den Zaun gebracht !

Ab in die inzwischen ordentlich volle Kurve, sich schon vorm Supporten die Luft aus der Lunge pusten : blaue und weiße Luftballons wollen rund und

anschließend durch die Luft gewedelt werden,  Pilskrägen durch die Gegend werfen, sehr schick auch wieder die vielen Doppelhalter.

Alles  ganz beim Alten hier – und in diesem Kontext ist alles beim Alten ausnahmsweise mal gar nicht schlimm sondern einfach angenehm.

Der Support zu großen Teilen laut und intensiv, ein ausgelassenes Hüpfen läßt uns ordentlich warm in der Sommerkälte werden.

Da wir ab und zu die wenigen, aber aktiven Fans aus Neustrelitz auch mal singen hören wollten haben wir extra kleine Supportpausen eingelegt und

trauten unseren Augen gar nicht als die dann auch noch eine minimalistische Pyroshow  einlegten.

Dies sicherlich nicht auf die geschickteste Art und und Weise aber …. die Nordkurve applaudierte trotzdem.

Ohne eine Tapete ALFON LIBERTAD !!! gings  selbstverständlich  nicht.

nun zum Spiel:

diese Saison kenne ich das erste mal alle Spieler am Feld beim Namen …. huch, was ist bloß los mit mir ???

Ich hab mich für heute entschieden, wirklich  Fußball zu schauen – es wurde tatsächlich einer gespielt ….und gar nicht so schlecht !

Ein paar mal war’s ganz schön knapp hier, die Neustrelizer wollten anscheinend  Punkte machen – reichte aber nicht aus.

Unsere Blauen-Weißen , in ihren wirklich sehr schicken neuen Trikots, haben sich zwar einige Male wie nichts den Ball abnehmen lassen und auch ein paar

weitere Chancen nicht wahrgenommen .

Schön zu sehen war aber vor allem, daß sie sich dolle ins Zeug gelegt  haben und wohl wirklich ein gutes Team sind .

…. Rafael Makangu  wird eingewechselt, kommt aufs Feld und dreht auf !

Schon nach kurzer Zeit geht’s ab in Richtung gegnerisches Tor und da zieht er elegant durch – daneben.

Aber dann, 2 Minuten vor Schluß, zieht er das gleiche Ding nochmals ab und trifft !!!!!!

was für ein Tor !!!!!! die Kurve jubelt ….alles andere ist nun für diesen Abend unwichtig.

Abpfiff …. warm wirds ums Herz!

So schnell konnten wir gar nicht schauen, stand unser Equipe schon  mit einem fettem Grinsen im Gesicht vor der Kurve, die klatschten und wollten loslegen!

Rafael lies sich nicht lange bitten und kletterte den Zaun zu uns hoch und begrüßte die Kurve erst mal mit “hey Leute”

gemeinsames Singen , ein Abklatschen, dem allen folgte ein ausgelassenes Tanzen in der Kurve zu unserem Lied !

Zurück zum vollen Fanladen, sich weiterfreuen und weiterratschen und irgendwann die Reise nach Berlin antreten.

Alles in allem ein sowas von gelungener Abend, zwar möchte ich nicht zu euphorisch sein, denn in der letzten Saison fings auch ganz gut an….

Der Plan: von Spiel zu Spiel genießen oder traurig sein – letzteres hoffentlich nicht zu häufig.

Solange unsere Mannschaft, die richtig sympathisch rüberkommt, sich richtig anstrengt und ins zeug legt ist fast alles zu ertragen.

Vielleicht hats auch Thomas Hitzlsperger auf der Tribüne Spaß gemacht, der sich gleich mit dem NULLDREI GEGEN HOMOPHOBIE-SHIRT eingekleidet hatte

und ist dem Charme des Karli-Liebknecht Stadions erlegen, der Stimmung, dem Anblick der Nordkurve und und und ….

Was absolut nicht zu ertragen war, waren große Teile der Sitzplätzler_innen . Sekunden nach dem Abpfiff strömten sie in einer Geschwindigkeit aus dem Stadion,

das wir uns schon fragten ob da was passiert ist…. echt ganz schwach, Leute !!!

Am Mittwoch geht’s punktemäßig erst einmal etwas entspannter nach Magdeburg, die Anreise für uns alle hoffentlich auch !

Informiert euch auf den bekannten Seiten etc. und kommt zahlreich !

Geile Atmo! Heimsieg gegen Bak!

Joa, an diesem Freitag Abend passte vieles, gar fast alles: Es war jetzt nicht wirklich eine fußballerische Offenbarung gegen den Abstiegskandidaten Berliner AK (deren 4 Fans ihre geile “Harter toBak”-Fahne zuhause ließen), zu einem 2:0 nach schönem Ding von Zimmer und…….äh…….nun gut, einem Tor von Makangu reichte es dennoch. Was noch mehr stimmte war die wie immer bei Flutlichtheimspielen irgendwie besondere Atmosphäre, garniert mit einer sehr sangeslustigen Nordkurve, welche danach seitens einiger anwesender, sympathischer Erstbesucherultras aus 2 mittelgroßen Städten in NRW, beziehungsweise Israel mit folgenden Worten gewürdigt wurde:

“Tolle Atmosphäre, wirklich!”

“Euer Trommler ist der beste, den ich bisher live gehört habe!” (Zieh es dir rein, A.)

“Geile Lieder, auch noch laut! Wir kommen wieder!” (Wenn die wüssten……)

“Bei euch kifft jeder 3. , da fühle ich mich wenigstens nicht mehr ganz so assi!”

“Amazing, that we can be right in your stand!”

“I have never seen so many girls on footballterraces….and they all feeling fine…..fantastic!”

Dafür kann man sich gerne mal selbst loben, nur weil wir das für selbstverständlich annehmen, ist es dies wohl lange nicht.

Von daher: No siamo la Curva Nord!

 

 

Landespokal 14/15 Vol. I

Bonjour Tristesse?

Spielerisch starke Doppelkörner drückten unsere Equipe in die Defensive.

Aber wir hielten kampfeslustig dagegen, das 0:1 war dennoch konsequent.

In Hälfte Zwo kamen wir besser auf, Nordhausen ließ es jedoch auch zu.

Sturm bei uns jedoch weitestgehend inexistent.

Ohne Tore keine Punkte.

Niederlage abhaken, auch wenn man befürchten muss, dass noch so einige folgen werden.

Auswärtsfans in erstaunlich hoher Anzahl (150)

Unterirdischer Support in den letzten 73 Minuten…..

Fremdscham bezüglich der Halbzeitunterhaltung.

THC sollte laut der Stadionsprecherin nach dem Spiel supportet werden……na gut.

Auch die schwierigen Voraussetzungen (stimmungsfeindlicher Gästeblock, kein Gegner etc.) sollten nicht als Ausrede herhalten.

Kein guter Auftakt in jeglicher Hinsicht.

Trister Support, tristes Bild nach dem Abpfiff: 5 Leute applaudieren der Mannschaft, der Rest hetzte zu Zug und Autos.

 

Puh, das wird eine harte Saison.

schaut mal…!

das haben wir euch ja einfach noch vorenthalten !

haben wir geschenkt bekommen und uns wie fleisch- und tofuschnitzel gefreut !!!!

danke nochmal an die macher_innen

zujezogengrafity

King Banik versus Slavia Prag

Ein insbesondere dank meiner Mitfahrer unvergesslicher Tschechien und Slowakei – Ausflug wurde durch dieses Spiel abgerundet. Während bei den weiteren 5 unterklassigen Spielen in Tschechien das “Übliche” (Klobasa, Pivo, alte Holztribünen, die liebenswerte omnipräsente tschechische Nappel – und Gemütlichkeit, die Entdeckung der Langsamkeit etc.) und in der Slowakei (welche, Achtung Futur2, definitiv noch einmal von mir bereist werden wird) ausschließlich Burgen und Natur (ok, 1-2 Pivo auch) im Vordergrund standen, sollte bei oben genannter Begegnung auch das Fangeschehen im Fokus stehen.

Das altehrwürdige Stadion “Bazaly” (http://de.wikipedia.org/wiki/Stadion_Bazaly#mediaviewer/Datei:Ostrawa_7176.jpg) ist natürlich definitiv ein sehenswertes, zumal es heute mit 12.500 Zusehern gut gefüllt werden sollte. Wie der Überschrift zu vernehmen ist, gilt Banik Ostrava (abgefuckte, authentische, nach Ruß stinkende Stadt) ja als “Supportking” in Tschechien, da sie zum einen “polnischen” Support abliefern (sehen sich als Schlesier und haben eine auch an diesem Tag stark sichtbare Freundschaft zu Katowice) und zum anderen als die bestorganiserte Szene gelten, die auch auswärts regelmäßig auftrumpft. Die, im Gegensatz zu den von mir 2-mal gesehenen und als schlecht bewerteten Spartaner, Gäste von Slavia fahren die “Ultraschiene”, weshalb dieses Spiel als das stimmungsvollste im Land gilt; aufgewertet durch die Tatsache, dass es bei den Gästen darum ging, den Abstieg zu vermeiden und die Heimseite sich und den Klassenerhalt feiern wollte. Eine aufgrund falscher Berechnungen mäßige Choreo, eine halbwegs gelungene Choreo und jede Menge Schlachtrufe später gehe ich zwar mit, dass Ostrava in jedem Fall der “King” in Tschechien ist, richtig gut oder gar überragend war das beileibe nicht. In meinen Augen kein Vergleich zu den (als mittelmäßig geltenden) polnischen Szenen, die ich schon sah. Die in schwacher Zahl angereisten Gäste (200…möööp) überzeugten zwar anfangs mit einer guten Mitmachquote und 1-2 optischen Aktionen, das Katastrophenspiel ihrer Mannschaft (2:0 für Banik, Slavia schaffte dennoch den Klassenerhalt), welche danach mit einer Bierbecherarmada eingedeckt wurde, sorgte jedoch alsbald für relative Ruhe. Die Banikfans feierten den gelungenen Saisonabschluss und wir nahmen die Gästefans etwas genauer unter die Lupe um hernach festzustellen, dass wir sowohl die ältesten, als auch die breitesten Menschen im Gästeblock gewesen wären. Zurück an die ausgeschlossenen Anstalten.

Den Letzten beißen die Hunde

Man stelle sich mal richtigen Abstiegskampf vor. Einer läuft für den Anderen, grätscht, flankt, schießt, kämpft, beißt die Zähne zusammen und frisst Gras. Platzwunden, Schienbeinbrüche, Wadenkrämpfe, alles egal, nur nicht absteigen. Ja, so kann Abstiegskampf sein. Nicht aber beim SVB 03 im Jahre 2014.

Die Konstellation war eigentlich so mathematisch einfach, wie praktisch umsetzbar. Nulldrei darf nicht verlieren, sollte Lok gewinnen bei Erna II. Also, alles in eigener Hand und mit oben beschriebenen Abstiegskampf auch ohne weiteres realisierbar, denn selbst ein dreckiges 0:0 oder ein zuschauerfreundliches 5:5 hätten den Tag einfach perfekt gemacht.

Hätte, hätte…
Am Ende bleibt eigentlich nur der beschissene Geschmack und der trockene Mund vom Nicht-Abstiegs-Frust-Bier. Ja, wir leben noch. Wir sind nach einer desaströsen Leistung in Meuselwitz und eigentlich drei Vierteln der Saison tatsächlich nicht abgestiegen. Warum? Weil Lok scheiße genug ist, um nicht noch ein Tor zu machen und weil Erna II uns aus unerfindlichen Gründen irgendwie den Arsch gerettet hat. Unser Team hingegen ließ an diesem Tag erneut alles vermissen, außer unangemessene Freude über den Nicht-Abstieg im Angesicht des eigenen Unvermögens.

Es ist ein gefühlter Abstieg gewesen am vergangenen Samstag in Meuselwitz, feurig gewürzt mit jeder Menge Pfeffer von den scheiß Cops, versalzen von Aushilfsköchen unter den eigenen Anhängern und garniert mit etwas Rauch, der auch schon mal frischer aussah.

Wir sind nicht die Letzten. Uns beißen zumindest nicht die Hunde. Zum Glück. Wir bleiben drin und sehen uns wieder in der Regionalliga.

Jetzt bleibt noch der Landespokal, der die Suppe doch noch irgendwie schmackhaft machen kann. Ein kleines und verhaltenes „avanti babelsberg…!“.

Wir lieben dich trotzdem, Nulldrei!

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